Wir sind zu Gast in der kleinen beschaulichen
Stadt Bad Berka, mitten im Ilmtal gelegen - 12 km südlich
von Weimar. Doch die Stadt ist weit älter, als es den
Anschein hat.
Bereits im Jahre 1119 wurde Berka, deren Bewohner ausschließlich
von Land- und Forstwirtschaft lebten, erstmalig erwähnt.
300 Jahre später, im Jahre 1419, erhielt sie das Stadtrecht.
Doch der wirtschaftliche Aufschwung blieb aus.
Dies änderte sich etwas, als man begann, Sandstein abzubauen
und ihn in ganz Deutschland zu verbauen. Eines der berühmtesten
Bauwerke aus Berkaer Sandstein ist der Reichstag in Berlin.
Weiter aufwärts ging es Anfang des 19. Jahrhunderts,
als man auf die heilsamen Quellen in Berka aufmerksam wurde.
Man baute die "Stahlquelle" (heute: Goethebrunnen), in der
größere Mengen an Eisen, Gips und Kohlensäure,
aber auch Schwefel gefunden wurden. Als die Schwefelvorräte
Mitte der 40er Jahre zu Neige gingen, entdeckte man eisenhaltige
Moorerde und errichtete 1876 ein Moorbadehaus. Im Jahre 1911
wurde Berka dann Kurort und durfte von nun an das "Bad" im Namen
tragen.
Als man die heilende Wirkung der Fichten- und Kiefernwälder
erkannte und die Zahl der Tuberkuloseerkrankungen nach dem Krieg
stark zunahm, errichtete man in den 50er Jahren die "Zentralklinik
für Lungenkrankheiten", die später zum herzchirurgischen
Zentrum ausgebaut wurde.
Heute ist Bad Berka eine moderne Kurstadt, die ihre Gäste
mit einer reizvollen Landschaft, mit ausgedehnten Wäldern,
sanften Hügeln und anmutigen Tälern verwöhnen
kann. Die Gegend um Bad Berka ist ein beliebtes Erholungs-
und Urlaubsziel dessen ausgedehntes Netz an gut ausgeschilderten
Wanderwegen sich sowohl zu Fuß, als auch per Fahrrad
über den Ilmradwanderweg erschließen lässt.
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