Der zweite große Sieg in diesem Jahr

Sören Lösch gewinnt den Internationalen 3-Tage-OL um die Greifensteine (Sachsen).

von Ute Lösch

An den Pfingsttagen fand der Internationale 3-Tage-Orientierungslauf rund um die Greifensteine südlich von Chemnitz statt. Die Orientierungsläufer durften gleich bei vier Wettkämpfen ihr Können unter Beweis stellen. Besonders die Läufer aus dem Jugend- (15 bis 18 Jahre) und Junioren-Bereich (19 und 20 Jahre) kämpften um jede Sekunde und damit um die Nominierung in das deutsche Team für die Jugendeuropameisterschaft (JEM) vom 29.6. – 1.7. in Frankreich und die Juniorenweltmeisterschaft (JWM) vom 7. – 14.7. in der Slowakei.

Am Freitagabend konnten sich alle Teilnehmer mit einem Sprint rund um die Felsenbühne Greifensteine mit ihren beeindruckenden Felsformationen auf das anspruchsvolle Gelände einstimmen.

Zur gleichen Zeit kämpften die Kandidaten für die JEM und die JWM bei einem Sprint auf dem Campusgelände in Chemnitz um die Qualifizierung. Leonore Winkler (D16) und Susen Lösch (D20), beide USV Jena, gewannen ihre Läufe und hatten sich damit direkt für die Teilnahme an der JEM bzw. JWM qualifiziert.

Die erste Etappe des 3-Tage-OLs wurde im Gelände rund um die Jugendherberge Homersdorf durchgeführt und war von nassen Füßen, matschigen Schuhen und schlammigen Socken und Hosen geprägt. Für die Thüringer JEM- und JWM-Kandidaten lief es an diesem Tag nicht so gut. Friedrich Arnold (H18) wurde Vierter, Leonore Fünfte und Susen Vierte in der Damen-Elite-Klasse (alle USV Jena).

Aber der Europa-Meisterschafts-Teilnehmer Sören Lösch (USV Jena) konnte sein Leistungspotential unter Beweis stellen und belegte hinter seinem schärfsten Konkurrenten Leif Bader aus Schweden den 2.Platz in der Herren-Elite.

Christian Dienemann (USV Jena) übernahm in der H21AK sofort die Führung, die er bis zum letzten Tag nicht aus der Hand gab.

Christian Töpfer (USV Jena) legte den Grundstock für seinen Gesamtsieg in der H21AL mit einem 4.Platz.

In der Altersklasse H50 erreichte Steffen Lösch (USV Jena) gegen harte Konkurrenz aus In- und Ausland einen hervorragenden 4.Platz.

Die zweite Etappe ohne Sümpfe und Wassergräben, dafür mit vielen Höhenmetern und kleinen Senken und Löchern, lief für die Thüringer JEM- und JWM-Kandidaten deutlich besser. Friedrich belegte einen hervorragenden 2.Platz hinter dem derzeit besten deutschen H18-Läufer Moritz Döllgast aus dem Saarland. Leonore siegte in einem phänomenal schnellen Rennen und übernahm die Führung in D16. Susen belegte den dritten Platz.

Sören war an diesem Tag auch nicht zu schlagen und sammelte mit seinem Sieg wichtige Weltranglistenpunkte. Steffen erreichte wie Christian Töpfer den 2.Platz.

Bei diesen Ergebnissen war also mit spannenden Rennen beim Jagdstart auf der 3.Etappe zu rechnen.

Christian Dienemann brachte ungefährdet den Sieg in H21AK nach Jena.

In der Herren-Elite ging Sören mit nur 8 Sekunden Rückstand hinter Leif ins Rennen und keinem der beiden gelang es, sich vom anderen zu trennen, so dass die Entscheidung auf der Zielstrecke fallen musste. Hier hatte Sören die größeren Kraftreserven und gewann den 3-Tage-Lauf mit 4 Sekunden Vorsprung. Dies ist in diesem Jahr schon sein zweiter großer Erfolg nach dem Sieg über die ultralange Distanz in Seesen am 21. April.

Sebastian Bergmann (SV TU Ilmenau) konnte sich über die Tage stetig verbessern und erkämpfte mit der drittbesten Zeit am Abschlusstag den 3.Platz in der Gesamtwertung der Herren-Elite.

Mit Tagesbestzeit schaffte Christian Töpfer noch den Gesamtsieg in der H21AL.

In der Damen-Elite ging die führende Sieglinde Kundisch (USV TU Dresden) beim Jagdstart nicht ins Rennen. So startete Susen als dritte mit 43 Sekunden Rückstand auf die Zweite Anna Reinhardt (USV TU Dresden) und 3:26 Minuten zur Ersten Anna Biller (SV Mietraching). Schon am zweiten Posten hatte sie Anna Reinhardt eingeholt und am sechsten Posten konnte sie sich von ihr absetzen. Susen lief an diesem Tag Bestzeit! Sie war zwei Minuten schneller als die Gesamtsiegerin Anna Biller und konnte somit den Rückstand auf 1:17 min verkürzen.

Wohlverdient fahren beide im Juli zur Juniorenweltmeisterschaft in die Slowakei.

Während Leonore ihren ersten Platz aufgrund eines Fehlers gleich am ersten Posten leider nicht halten konnte und am Ende insgesamt Dritte wurde, konnte Friedrich seinen dritten Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Da in H18 nur zwei Läufer zur JEM fahren, reichte es für Friedrich leider nicht für die Qualifikation.

Mit einem 4.Platz an diesem Tag sicherte sich Steffen noch den 3.Platz in der H50-Gesamtwertung.

Leider schafften es weitere Thüringer Läufer nicht auf das Siegerpodest. Hervorzuheben sind aber noch einige sehr gute Leistungen. Rainer Wichmann (OLV Weimar) verpasste mit 8 Sekunden denkbar knapp den 3.Platz in der H45. Ilse Eulitz (OLV Weimar) erkämpfte in der D70 ebenfalls den 4.Platz. Lutz Tröße erreichte einen 5.Platz in der international stark besetzten H60 und Peggy Riegel (beide SV TU Ilmenau) belegte in der D19AK den 6.Platz.

So ging ein anstrengendes, aber auch schönes und interessantes langes Wettkampfwochenende mit sehr guten Ergebnissen zu Ende.